Universität Leipzig  ·  Fakultät für Chemie und Mineralogie  ·  Professur für multifunktionale Konstruktionswerkstoffe
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Anwendungen

Aktuelle Fachbereiche

Die 3D-µXCT wird in einem interdisziplinären Umfeld zur Beantwortung unterschiedlicher Fragestellungen genutzt. Am IMKM wird die Methode u.a. in folgenden Fachgebieten eingesetzt (alphabetisch geordnet): Archäologie, Archäometrie, Biologie, Chemie, Forstwissenschaften, Geologie, Ingenieurwesen (Bauwesen sowie Maschinenbau), Kunstgeschichte, Medizin, Mineralogie, Physik und Umwelttechnik. Aus zwei Fachbereichen werden nachfolgend Anwendungsbeispiele exemplarisch beschrieben:

Konstruktionsmaterialien

Im Ingenieurwesen (Bauwesen und Maschinenbau) wird die 3D-µXCT unter anderem wie folgt eingesetzt:

  • Montageanalyse: Prüfung auf korrekte und vollständige Montage
  • Bauteilanalyse: Geometrische Vermessung unzugänglicher Bauteile 
  • Schadensanalyse: Darstellung von Beanspruchungsprozessen vor und nach der Beanspruchung


Auf Grundlage des Erkenntnisgewinns können zusätzlich zerstörende Analysetechniken gezielt an interessanten Teilproben (engl. "area of interest") eingesetzt werden.

Beispiele

Bild 1: Faseranalyse im Stahlfaserbeton ->Geometrie, Verteilung, Orientierung, Korrosionsverhalten

 

Bild 2: Zonierung des Zementsteinquerschnittes nach der Einwirkung durch organische Säuren

Archäometrie

In der Archäometrie wird die 3D-µXCT zur zerstörungsfreien und berührungslosen Charakterisierung von einzigartigen Kulturgütern genutzt. In Kombination mit weiteren naturwissenschaftlichen Methoden können archäologische oder historische Fragen beantwortet werden.

Beispiele

Bild 3: Edelsteinverzierter Goldknauf eines Schwertes aus dem Fürstengrab von Krefeld-Gellep (weitere Infos u.a. auf Spiegel.de, Archaeologie-Online.de sowie hier)

Bild 4: Antike römische Kupfermünze aus der Universitätsbibliothek Leipzig


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Beispiele für Konstruktionsmaterialien

 

Bild 1: Stahlfaserbeton
Bild 2: Säureangriff auf Zementstein
Bild 3: Poren im Mörtel

Beispiele für Archäometrie

 

Bild 3: Goldknauf eines Schwertes
Bild 4: Antike Kupfermünze